1.000 Arten Regen zu beschreiben (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 29. März 2018 – Sa, 31. März 2018 um 19:00 Uhr
  • So, 1. April 2018 um 19:00 Uhr
  • Mo, 2. April 2018 – Mi, 4. April 2018 um 17:00 Uhr
  • Do, 5. April 2018 – So, 8. April 2018 um 19:00 Uhr
  • Mi, 11. April 2018 um 21:00 Uhr

Die Tür ist zu. Mutter Susanne (Bibiana Beglau), Vater Thomas (Bjarne Mädel) und Tochter Miriam
(Emma Bading) stehen mit einem Kuchen vor der geschlossenen Zimmertür des Sohnes und singen.
Vergeblich. Für einen Moment hatten sie gehofft, er würde zumindest an seinem Geburtstag wieder herauskommen. Doch die Tür bleibt zu. Mike hat sich seit Wochen eingeschlossen. Und seit er 18 geworden ist, können die Eltern nichts mehr dagegen tun, solange er sich selbst oder andere nicht gefährdet. In Japan haben Jugendliche wie er längst einen Namen: Hikikomori. Die Zurückgezogenen. Um den Schein der intakten Familie zu wahren, erzählen sie ihrem persönlichen Umfeld, Mike wäre in den USA. Doch das Problem ist damit nicht aus dem Weg. Im Gegenteil. Mikes Verhalten trifft die Familie tief in ihrem Innersten, die geschlossene Tür wird mehr und mehr zum Spiegel ihres eigenen Lebens. Verzweifelt und überfordert versucht jeder, einen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen,

Pressenotiz

„1000 Arten Regen zu beschreiben“ bezieht sich auf das japanische Phänomen Hikikomori, das sich zunehmend auch in Westeuropa verbreitet. In Japan soll es bereits mehr als 1 Millionen Jugendliche geben, die sich von der Gesellschaft zurückziehen und sich über Wochen, manchmal Monate und sogar Jahre in ihr Zimmer einschließen. Die Gründe liegen zumeist in einem Gefühl der Überforderung, in der Versagensangst, den Erwartungen und Verantwortlichkeiten des Erwachsenenlebens nicht standhalten zu können. Leistungsdruck, sozialer Druck, aber auch Entscheidungsdruck in einer Fülle an Möglichkeiten drängen in dieser Phase der Selbstfindung schließlich in die Isolation.

Bjarne Mädel, Bibiana Beglau und Emma Bading überzeugen mit ihrem außergewöhnlich sensiblen Spiel als Familie, die damit kämpft dass sich einer von ihnen abwendet – ohne Gründe zu nennen. Sie spielen mit einer authentischen Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit. Am Ende verstehen sie, dass sie sich auf sich selbst zurückbesinnen müssen, um eine Familie bleiben zu können.

Für die Musik des Films zeichnet der Komponist Volker Bertelmann aka Hauschka verantwortlich, der 2017 für seine Leistung an dem Kinofilm „Lion“ für den Emmy und den Oscar nominiert war. (Michael Meyers)