Ana, mon Amour (OmdU) (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 24. August 2017 – So, 27. August 2017 um 21:00 Uhr
  • Di, 29. August 2017 – Mi, 30. August 2017 um 17:00 Uhr
  • Do, 31. August 2017 – Do, 31. August 2017 um 17:00 Uhr
  • Sa, 2. September 2017 – Sa, 2. September 2017 um 17:00 Uhr
  • Mo, 4. September 2017 – Di, 5. September 2017 um 21:00 Uhr

Toma lernt Ana an einer rumänischen Uni kennen, beide studieren Literatur und werden ein Paar. Ana ist leicht neurotisch und leidet unter Panikattacken. Toma folgt ihr in jedes der dunklen Löcher, in die sie fällt, er stellt sich gegen seine Eltern, als diese sie ablehnen, nimmt die Rolle des jungen Vaters an und heiratet Ana. Er wird ihr Babysitter, ihr Fahrer, ihr Ein und Alles. Es scheint, als hätte Toma in ihrer Beziehung alles im Griff, doch tatsächlich kreist er nur um eine Frau, die er nicht begreifen kann – und um sie zu retten, geht er an die Grenzen des für ihn Erträglichen. Als Ana ihre Ängste überwindet und mit der Außenwelt zurechtzukommen lernt, bleibt Toma allein zurück. Er versucht, die Puzzleteile zusammenzufügen und zu verstehen, welcher Wirbelsturm ihn hier abgesetzt hat.

Calin Peter Netzer schafft mit ANA, MON AMOUR das Porträt einer Beziehung, in der beide Partner die höchsten Anstrengungen unternehmen, mit dem Leben, mit sich und mit dem Anderen klarzukommen.
In der Montage stehen dabei die Augenblicke des Glücks, der Nähe und des entspannten Daseins losgelöst von der Chronologie der Beziehung neben den Momenten der Verzweiflung und des Scheiterns. Der Film erzählt seine Geschichte in Anlehnung an die sprunghaften Schilderungen von Therapiesitzungen, wo eher die emotionalen Widersprüche als die zeitliche Abfolge eine Rolle spielen. Und auch für den Zuschauer setzt sich das Bild dieser Beziehung erst zum Ende des Filmes zusammen, obwohl es schon von Beginn an vollständig vorhanden ist.

Dana Bunesco, Schnittmeisterin von „Ana, mon amour“, gewann für die herausragende künstlerische Leistung den Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2017.

Regiestatement
„Ana, mon amour“ ist die Geschichte eines Mannes, der herauszufinden versucht, wie das Ungesehene, Unausgesprochene und sogar das Ungedachte sein Leben verändert hat. „Ich glaube, es ist wichtig, dass Sie verstehen, was Sie bei Ana gehalten hat.“ Diesen Satz bekommt Toma in einer Therapiesitzung zu hören. Gegenstand des Films ist weniger der Zerfall von Tomas Beziehung zu Ana als vielmehr die eigentliche Unmöglichkeit, eine Beziehung richtig aufzubauen. Die Liebenden verhalten sich wie kommunizierende Gefäße in der Physik; ihre unerfüllten Bedürfnisse fließen vom einen zum anderen über. Sie sind gefangen in dem, was in der Psychoanalyse als Übertragung bezeichnet wird: dem Transfer bereits vorhandener Gefühle und Wünsche auf ein neues Objekt. Die Wahrheit findet immer einen Weg, ihrer Leugnung zu entgehen.

Pressestimmen
Sein Film ist harter Tobak, radikal und konsequent: ein
Kinoerlebnis, das einen bis zur letzten Minute gefangen nimmt – und dann völlig überraschend umhaut! – filmstarts.de

„Ana, mon amour“ ist ein Film, der weiß, was er will, und das auch zu erzählen versteht. – Wiesbadener Kurier

„Ana, mon amour“ ist ein Kino, das nach der Psyche fragt, das eine lange Zeitspanne untersucht, um bestimmte Prozesse und Verstrickungen aufzuzeigen. – taz

„Ein außergewöhnlicher Film mit tollen Schauspielern und einer raffinierten erzählerischen Form.“ – Radio Eins