Architektur & Film: #Auf die Plätze! – Stadt braucht Räume

Vorführungen:

  • Di, 7. November 2017 um 19:30 Uhr
  • Di, 14. November 2017 um 19:30 Uhr
  • Di, 21. November 2017 um 19:30 Uhr
  • Di, 28. November 2017 um 19:30 Uhr

Alle Filme der Reihe mit Einführung und kleinem Get-together im Anschluss
Eintritt: 6 Euro (Einheitspreis)

Kartenreservierungen unter Angabe der gewünschten Vorstellung und Personenzahl sind telefonisch oder per Mail über das sweetSixteen-Kino möglich (Mo-So 11-17 Uhr: 0231.910-66 23 oder unter info@sweetSixteen-Kino.de). Achtung: Sie erhalten eine Rückmeldung, ob die Reservierung noch möglich ist! Vorbestellte Karten bitte bis 30 Min. vor Filmbeginn abholen.

Öffentliche Räume sind seit jeher prägende Elemente einer Stadt, sie geben ihr Antlitz und Identität. Sie sorgen für Lebensqualität der Bewohner und sind ein wichtiger Garant für demokratische Stadtkultur und Orte der Begegnung: Plätze und freie Flächen, die für alle frei zugänglich nutzbar sind. Seit den 1960er Jahren rückt die Bedeutung des öffentlichen Raumes bei der Stadtplanung stärker in den Vordergrund. Städtebaukritiker wie Jane Jacobs und Wolf Jobst Siedler wenden sich gegen die zunehmende Verdrängung freien Raumes in den Städten durch Bauprojekte sowie die strikte Trennung von Arbeit und Leben und fordern demgegenüber vielfältig gestaltete urbane Plätze, die zum Ort der Kommunikation, Integration und Identität werden.
Nur so kann im Zeitalter virtueller Räume die Stadt wieder zum Schauplatz realer Begegnungen werden, und diese Belebung innerstädtischer Plätze wird zum wichtigen Mittel im Kampf gegen deren Verwahrlosung.
Der öffentliche Raum ist das Thema der sechzehnten Ausgabe der Reihe Architektur und Film, die das
sweetSixteen-Kino in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW präsentiert.


DIE VIER VORSTELLUNGEN AUF EINEM BLICK



The Human Scale

Di, 7. November 2017 um 19:30h
(DK 2012, 83 Min., Doku, OmdtU, Regie: Andreas Dalsgaard)

Seit über 40 Jahren steht für den Architekten und Städteplaner Jan Gehl das Leben der Menschen in Großstädten im Mittelpunkt seiner visionären Arbeit. Er zielt auf die Optimierung der Beziehung zwischen gebauter Umwelt und der Lebensqualität ihrer Bewohner. Eine Absage an die Überflutung durch Autos, stattdessen die Rückeroberung öffentlicher Plätze für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Vorfilm: Butterfly † 1975 (NL 1973, Regie: Gerrit van Dijk, 4Min.)

Aufgrund der stetigen Urbanisierung bleibt kaum noch Raum für die Natur. Traurig schön inszeniert, collagenartig aus Zeichnungen, Fotografien und Animation zusammengesetzt.



Das süsse Leben (LA Dolce Vita)

Di, 14. November 2017 um 19:30h
(Drama, GB 2015, 174 Min, DF, Regie: Federico Fellini)

Es ist süß, dieses Leben, das in der Via Veneto sein Zentrum gefunden zu haben scheint, in dem das Vergnügen auf den Straßen Roms zum Inbegriff des Lebens geworden ist – aber mit einem morbiden Beigeschmack.

Ein Leben, das sich im Kreis dreht – von einem Cabaret zum nächsten Nightclub, von einem scoop zur nächsten Sensation. Ein Leben, das die Pressemeute bebildert und genüsslich kommentierend festhält.



Urbanized

Di, 21. November 2017 um 19:30h
(Doku, USA 2011, 85 Min., OF, Regie: Gary Hustwit)

Dass Urban Design nicht nur ein leeres Schlagwort ist, sondern als Vernetzung verschiedener Designdisziplinen grundlegenden Strategien folgt, zeigt dieser Film. Er beleuchtet die „Sprache der Stadt“ und lässt AkteurInnen der Branche zu Wort kommen, um über die Möglichkeiten des Urban Designs zu reden. Er beleuchtet dabei auch historische Entwicklungen sowie soziologische und umweltbezogene Kräfte, die auf Weltstädte einwirken.



Tatis Schützenfest

Di, 28. November 2017 um 19:30h
(F 1949, 77 Min., DF, Regie: Jacques Tati)

Tati kehrt hier der Welt der Moderne den Rücken, ignoriert sie allerdings nicht, sondern sieht die Zeichen der Zeit durchaus. Irgendwann werden diese modernen Zeiten auch vor Saint Sévère keinen Halt machen. Ohne die dörfliche Idylle allzu sehr zu idealisieren, bleibt Tati doch lieber das, was er war.