Vorführungen:

  • Mo, 11. Juni 2018 – Fr, 15. Juni 2018 um 11:00 Uhr
  • Di, 19. Juni 2018 – Fr, 22. Juni 2018 um 11:00 Uhr
  • Mo, 25. Juni 2018 – Fr, 29. Juni 2018 um 11:00 Uhr

Vom 09. Juni bis 01. Juli zeigt der Kulturort Depot in Kooperation mit DEW21 die World Press Photo Ausstellung. Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografien aus. Die World Press Photo umfasst spektakuläre Aufnahmen aus dem Sport, stille, poetische Naturbilder und Fotoreportagen, die ganz intime Einblicke in persönliche Geschichten gewähren.

Im Rahmen der World Press Photo Ausstellung, die im Mittelgang des Kulturort Depot – also direkt vor unseren Kinoräumlichkeiten – zu sehen sein wird, bieten wir „Augenblicke: Gesichter einer Reise“ als individuell zu buchende Schulkinoveranstaltungen an.

Ausstellungsbesuch und Film können auch in einem Kombipaket erworben werden.

Zeitraum: 09. Juni bis 29. Juni, Uhrzeit nach Absprache.

Anmeldung über die Geschäftsstelle des Depot e.V. (depot@depotdortmund.de, Tel.: 0231 / 900 806) oder direkt bei uns im Kino.

Kombiticket für 1xAusstellung und 1xFilm je Schüler*in: 7 Euro.
Nur 1xFilm je Schüler*in: 4 Euro.
Begleitperson: frei.

Mit Filmen wie „Cleo – Mittwoch zwischen 5 und 7“ prägte die 1928 geborene Agnès Varda das moderne Kino als innovative Filmemacherin mit. Der über ein halbes Jahrhundert jüngere Fotograf und Streetart-Künstler Juste Ridicule alias JR tat sich in den letzten Jahren hervor, als er beispielsweise Fotos von Menschen aus den Banlieues an abrissreife Häuser plakatierte oder mit dem Graffitikünstler Blu am stadtbekannten Graffiti an der Berliner Cuvry-Brache arbeitete. Wenn sich Varda und Ridicule zusammentun, treffen also zwei Generationen aufeinander, die einen künstlerischen Blick auf die Welt teilen.

In einem umgebauten Kamera-Van, der über eine Fotokabine verfügt und übergroße Poster drucken kann, fahren Varda und JR durch Frankreich. Auf einem Bauernhof in der Provence oder am Strand der Normandie, wo ein deutscher Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg in die Brandung gekippt ist, fotografieren die Künstlerin und der Künstler ansässige Menschen wie eine Kellnerin oder Ziegenbauern. Die Porträts befestigen sie an ausgewählten Fassaden, an Zügen oder auch mal an den Containern im Hafen von Le Havre, wo sie Porträts der Ehefrauen der Arbeiter anbringen. Auf Motivsuche ergeben sich immer wieder Zufälle und Fügungen, die das per Crowdfunding finanzierte Kunstprojekt beeinflussen.

Es geht um Landschaften und Gesichter und natürlich um Agnès Varda und JR selbst. Der essayistische Film nimmt sich Zeit für feinsinnige Beobachtungen und Anekdoten. Wie in „Agnès‘ Strände“ aus dem Jahr 2008 erinnert sich Varda an ihre Vergangenheit und lässt sich sogar zum Arzt begleiten, wo sie den neusten Stand ihrer unheilbaren Augenkrankheit erfährt. In einer Szene besuchen Varda und JR das Grab des Fotografen Henri Cartier-Bresson und seiner Frau Martine Francke, in einer anderen erweisen sie der berühmten Louvre-Szene aus Jean-Luc Godards „Außenseiterbande“ eine Referenz. Gegenwärtiges trifft auf Vergangenes, Heiterkeit auf Melancholie. Das Gefühl, das dieser poetische Film vermittelt, liegt irgendwo dazwischen. (Christian Horn, Programmkino.de)

Diese poetische Reisedoku lief außer Konkurrenz beim Filmfestival in Cannes und erhielt eine Oscar-Nominierung als Bester Dokumentarfilm.