Vorführungen:

  • Do, 13. September 2018 – So, 16. September 2018 um 21:00 Uhr
  • Do, 20. September 2018 – Fr, 21. September 2018 um 21:00 Uhr
  • So, 23. September 2018 um 21:00 Uhr

Die Kamera, immer in Bewegung, dicht an ihrem Protagonisten. Immerzu in Unruhe: Jede Einstellung verrät Heimatlosigkeit, Suchen und einen Hauch von Verzweiflung; bis zum Schluss werden sie das nicht ganz ablegen, die Kamera und ihr Protagonist, der 15-jährige Cobain, der gedankenlos von seiner Mutter nach einem Typen benannt wurde, der sich eine Kugel in den Kopf geschossen hat. Auch sonst hat Mia als Mutter komplett versagt. Zwar liebt sie ihren „kleinen Mann“, ist auf ihre unvergleichliche Art liebenswert verrückt und cool drauf, aber durch ihre Drogenexzesse gerät sie immer wieder außer Kontrolle. Und jetzt ist sie erneut schwanger. Doch Cobain will seine Mutter nicht aufgeben. Sie soll nur endlich Verantwortung für sich und das ungeborene Baby übernehmen! Der sechste Spielfilm der niederländischen Regisseurin ist eine bewegende Mutter-Sohn-Geschichte von schmerzhafter Leichtigkeit. Absolut berührend und bei aller Härte voll flirrender Lebensenergie – bis hin zu einem schier atemraubenden Finale.

Regiekommentar: »Cobain hatte einen schweren Start ins Leben. Seine süchtige, schwangere Mutter ist unfähig, sich um ihn zu kümmern. Ihre Rollen sind vertauscht: Sie ist das Kind, er der Erwachsene. Um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt, muss er sich retten, indem er seinen ungeborenen Bruder rettet. Cobain sieht sein eigenes Leben nicht als besonders hart an; er nimmt die Dinge, wie sie kommen. Es geht mir nicht so sehr um die Umstände, die einen Menschen ruinieren können, sondern vielmehr um die Lebenskraft, die nicht verlangsamt oder gezügelt werden kann. Sie ist das Licht, das sich noch durch das kleinste Loch eines Vorhangs schlängelt und eine Fülle von Bildern an die Wand projiziert. In diesem Moment, wenn du es siehst, gibt es Glück.« (Nanouk Leopold)

„Cobain“ feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2018 in der Generation 14plus. Der sechste Spielfilm der niederländischen Autorenfilmerin Nanouk Leopold („Brownian Movement“, „Oben ist es still“) ist eine bewegende Mutter-Sohn-Geschichte von schmerzhafter Leichtigkeit.

Presse

  • »In stiller Radikalität erzählt Nanouk Leopold auf ergreifende Weise von einem modernen Helden, der früh erwachsen werden muss.« Berlinale
  • »Newcomer Bas Keizer ist in der Titelrolle als Cobain ein Fund und beweist faszinierende Präsenz.« The Hollywood Reporter
  • »Die schönsten Coming-Of-Age-Filme sind die, die noch nicht alles über ihre Protagonisten wissen.« Spiegel Online
  • »Direkt, rau, hart und rührend.« Trouw (NL)

Festivals / Filmpreise

2018: Berlinale, Generation 14plus
2018: Bildrausch Filmfestival Basel
2018: Crossing Europe Filmfestival Linz, Gewinner: Bester Film
2018: Jeonju International Film Festival, World Cinemascape
2018: Lecce European Film Festival, Gewinner: Bestes Drehbuch
2018: Sydney Film Festival