Das Cabinet des Doktor Caligari mit Livemusik von: InterZone Perceptible (Stummfilm + Livemusik)

Vorführungen:

  • So, 3. September 2017 um 20:00 Uhr

Stummfilmvorführung mit Live-Musik von InterZone Perceptible
Eintritt: 10 Euro / 8 Euro ermäßigt

InterZone Perceptible ist seit 17 Jahren ein Begriff in Sachen Stummfilmvertonung auf höchstem Niveau. Mit elektrifiziertem Akkordeon, E-Bass, Live-Elektronik und Zuspielungen holen die beiden an der Folkwang Hochschule Essen studierten Musiker Sven Hermann und Matthias Hettmer den Stummfilm der 10er/20er-Jahre ins 21. Jahrhundert. International tätig spielten sie auf Einladung des Goethe-Instituts in Süd-Korea, Finnland und in den USA, auf diversen Stummfilmfestivals im europäischen Raum und platzieren Stummfilmreihen in NRW. Das meist düstere Repertoire besteht mittlerweile aus 30 Filmen und jeder verlangt nach einer eigenen „industrial soundart“ Klanglandschaft, die keine äußeren Geschehnisse illustriert, sondern die inneren Welten der Film-Figuren ausleuchtet. Ein akribisches Sounddesign erzeugt die Illusion eines aus der Leinwand heraus wachsenden Klanges.

Am 3. September 2017 spielt InterZone Perceptible (www.i-p-music.com) im sweetSixteen-Kino Dortmund einen Live-Soundtrack zum Stummfilmklassiker DAS CABINET DES DOKTOR CALIGARI von Robert Wiene aus dem Jahre 1920. Der Stummfilmklassiker wird zu einer Dark Ambient Klangreise für elektrifiziertes Akkordeon, gestrichenen E-Bass, Live-Elektronik, kleinen Gong, (Schrei-)Stimme, EinMannFrauenchor, Zuspielungen, elektrifizierte Dachlatte, mikrophoniertes Styropor, Kuchengabel auf Glasscheibe, singende Weingläser, Kinderglockenspiel, Loop-Sampler und Keyboards. Die beiden Industrial soundart Spezialisten warten darauf, den Weg ins Ohr des Dortmunder Publikums zu finden, auf dass die Histoplasmose das Tor ins Schattenreich öffnet.

Zum Film

Die Binnenhandlung dieses expressionistischen Stummfilmklassikers erzählt die Geschichte des wahnsinnigen Dr. Caligari, der mit Hilfe eines Somnambulen (Schlafwandler) namens Cesare eine kleine norddeutsche Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Tagsüber präsentiert Caligari den an einer merkwürdigen, tranceartigen Krankheit leidenden Cesare auf dem Jahrmarkt. Dort sagt der hochgewachsene, dürre und blasse Somnambule den Schaulustigen die Zukunft voraus. Des Nachts aber schleicht dieser Sklave Caligaris durch die Stadt und begeht unter dem Einfluß seines Herrn furchtbare Morde. Als eines Nachts ein junger Mann ermordet wird, dem Cesare den nahen Tod prophezeit hatte, ahnt Francis, ein Freund des Toten, daß Dr. Caligari mit der Sache zu tun hat. Als Francis´ Freundin Jane von Cesare bedroht und entführt wird, wird der Verdacht zur Gewißheit. Eine aufgebrachte Menge macht sich auf die Jagd nach dem flüchtenden Doktor. In einem Irrenhaus scheint Francis den Schausteller in die Enge getrieben zu haben, da muß er eine furchtbare Entdeckung machen: der wahnsinnige Dr. Caligari ist der Direktor der Anstalt… Die Rahmenhandlung schafft die Doppelbödigkeit des Films: denn Francis, der die Geschichte von Dr. Caligari erzählte, ist selbst Insasse der Nervenheilanstalt.