Das grüne Gold (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 19. Oktober 2017 – So, 22. Oktober 2017 um 17:00 Uhr
  • Di, 24. Oktober 2017 – Mi, 25. Oktober 2017 um 21:00 Uhr

Fruchtbares Ackerland wird immer knapper, weil die wachsende Zahl von Menschen auf der Erde ernährt werden muss – kein Wunder also, dass das Geschäft mit dem „grünen Gold“ immer profitabler wird. Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland bekommen jedoch hauptsächlich die Menschen in den Entwicklungsländern zu spüren, wie Dokumentarfilmer Joakim Demmer in „Das grüne Gold“ zeigt. In Äthiopien etwa sind Lebensmittel knapp, in der Folge kommt es immer wieder zu Hungersnöten, was jedoch auch daran liegt, dass die Regierung viele Millionen Hektar Land an ausländische Unternehmen verpachtet hat, um an den Exporten mitzuverdienen. Noch schwerwiegender ist jedoch die Tatsache, dass viele Bauern ihr Ackerland nicht freiwillig abgegeben haben, sondern mit brutalen Mitteln von ihren Höfen vertrieben wurden und dass Aktivisten wie der junge Argaw unterdrückt werden. Das grüne Gold: Dokumentation über das Land-Grabbing in Entwicklungsländern wie Äthiopien, wo sich fruchtbares Ackerland immer mehr zum Investitionsobjekt entwickelt.

Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung ist Ackerland längst so wertvoll wie Gold, grünes Gold. Weil große Gewinne locken, investieren verstärkt auch Großunternehmen in Entwicklungsländern wie Äthiopien, in denen riesige Ackerflächen von der Regierung verpachtet werden. In der Hoffnung am Export zu verdienen und am Wohlstand teilzuhaben, werden Einheimische und kleine Bauern hier gewaltsam enteignet, die Meinungsfreiheit beschnitten. Doch während der Ertrag vor allem den reichen Ländern zugute kommt, herrschen in Äthiopien Lebensmittelknappheit und Hungersnöte.

In seinem Kickstarter-finanzierten Dokumentarfilm “Das grüne Gold” (Originaltitel: “Dead Monkeys Fear No Hyenas”) untersucht Joakim Demmer die Praktik des sogenannten “Land-Grabbings” am Beispiel von Äthiopien. Gemeinsam mit dem Umweltjournalisten Argaw bereist Demmer das Land und besucht Bauern, die Opfer dieser modernen Form des Kolonialismus wurden. Zugleich untersucht der Film auch, welche Verantwortung die Weltbank für das Land-Grabbing in Äthiopien trägt.