• Spielfilm
  • DE 1980
  • Regie: Helmut Dziuba
  • 72 Min
  • FSK ab 6 Jahren (Empfehlung: ab 8 Jahren)
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Mi, 19. September 2018 um 9/25/18 14:30 Uhr
  • Mi, 19. September 2018 um 19:00 Uhr

Zum 5. Mal bringt das Festival „Djelem Djelem“ Alteingesessene und Neuzugewanderte zusammen. Das Festival – mit über 30 beteiligten Partnern – setzt ein deutliches Zeichen gegen jahrhundertealte Vorurteile, gegen Antiziganismus und neu belebte Feindbilder. Es wirbt für ein unverkrampftes Miteinander und den kulturellen Austausch. Die Filmveranstaltungen finden bei uns, im sweetSixteen-Kino, statt. Der Eintritt ist zu jeder Filmvorstellung des Festivals frei. Im Festivalprogramm laufen die Filme „Als Unku Edes Freundin war“ und „Der zornige Buddha„.

Und, mehr zum: Djelem Djelem 5. Dortmunder Roma Kulturfestival

Nach dem bekannten Kinderbuch „Ede und Unku“ von Alex Wedding mit der rhythmischen und ausdrucksreichen Musik von Christian Steyer.

Berlin Ende der 20er Jahre. Die Freundschaft zwischen Ede, einem waschechten Berliner Jungen, und dem Sinti-Mädchen Unku steht unter einem schwierigen Stern. Den Vorurteilen gegenüber dem „Fahrenden Volk” begegnen die beiden Kinder überall. Außerdem herrscht eine Zeit, in der kaum das Geld für Essen und Miete reicht und ein Fahrrad für den Zeitungsjungen Ede ein unerfüllbarer Wunschtraum ist. Doch zusammen schaffen Unku und Ede es mit viel Einfallsreichtum und Beharrlichkeit, ein Fahrrad zu organisieren. Als Ede jedoch entdeckt, dass Unku dafür Geld gestohlen hat, scheinen die Vorurteile bestätigt. Poetische DDR-Literaturverfilmung mit überzeugenden Identifikationsfiguren und eine atmosphärisch dichte Zeit- und Milieuschilderung.

Pressestimmen

»Die Geschichte wird einfach und heiter erzählt, in eindeutig berlinischer Tonart, die nicht nur mit dem Dialekt zu tun hat. Große Worte sind verpönt, Pathos ist so unbekannt wie Wehleidigkeit. Bei allen Schwierigkeiten, ein schweres Leben zu meistern, vergeht diesen Kindern der Spaß noch lange nicht. Der Film ist ein seltener Glücksfall. Er erfüllt die Brechtsche Forderung nach dem Unterhaltungswert jeden Kunstwerkes und trägt bei zum Wichtigsten, das wir unseren Kindern vermitteln müssen: zur Erziehung der Gefühle.« Renate Holland-Moritz, Eulenspiegel, Berlin (DDR)

»Der Film ist sehr überlegt besetzt worden und man hat sich vor exotischer Milieuschilderung gehütet. Daß er nicht als Kinderfilm im engeren Sinn, schon wegen seiner interessanten, auch teilweise offen gehaltenen Konflikte, mißverstanden werden kann, macht ihn wertvoll.«
Hans Braunseis, Der Morgen, Berlin (DDR)

»Nicht nur vom Inhalt her wird diese Geschichte interessant und gut erzählt, sie ist auch filmisch eindrucksvoll aufgearbeitet. Bilder prägen sich ein. In die schöne, stellenweise fast schwebende Erzählweise bringt die Musik von Christian Steyer fröhlichen Schwung.«
Ehrentraud Novotny, Berliner Zeitung