Es war einmal…nach Roald Dahl

Vorführungen:

  • So, 10. Juni 2018 um 15:00 Uhr
  • Sa, 16. Juni 2018 – So, 17. Juni 2018 um 15:00 Uhr

Eigentlich wollte sich Miss Hunt nur noch ein bisschen die Zeit vertreiben, bevor sie ins Haus gegenüber geht, wo sie auf zwei Kinder aufpassen soll. Doch dann steht auf einmal ein riesiger Wolf vor ihr, gekleidet in einen Trenchcoat und mit einer Mütze auf dem Kopf. Er wolle nur freundlich sein, erklärt er ihr, als er an ihrem Tisch in dem Café Platz nimmt. Als er die Märchenbücher entdeckt, die Miss Hunt mitgebracht hat, reagiert er jedoch wenig freundlich. Denn die seien nicht nur rührselig, sondern auch von vorne bis hinten gelogen. Bestes Beispiel sei das Rotkäppchen, das er persönlich kennt und deren Geschichte ganz anders war, als es einem die Bücher weismachen wollen.

In den letzten Jahren hat es sich Hollywood ja zur Aufgabe gemacht, klassische Märchen mal ganz anders und „modern“ zu interpretieren:  Dabei hat es schon viel früher Versuche gegeben, den bekannten Geschichten neue Seiten zu entlocken. Roald Dahl beispielsweise verfasste bereits 1982 das Buch „Revolting Rhymes“, welches sechs der alten Märchen umschrieb. Es war einmal … nach Roald Dahl nahm nun dieses Buch, machte aber noch einmal etwas ganz eigenes aus: Fünf der sechs Märchen sind auch hier zu finden, wurden nun aber miteinander verbunden und um eine Rahmenhandlung ergänzt.

Einzelne bekannte Elemente sind natürlich gleich geblieben: So lässt Cinderella nach dem Ausflug ins Schloss noch immer einen Schuh zurück, Jack bringt eine magische Bohne nach Hause, deren Ranke anschließend in den Himmel wächst, Schneewittchen muss sich nach wie vor in Acht nehmen, da ihr die böse und eitle Königin nach dem Leben trachtet. Doch der ewig einfallsreiche Dahl, wie auch das Regie- und Drehbuchduo Jakob Schuh und Jan Lachauer fanden genügend Wege, um unterwegs unerwartete Wege einzuschlagen, kleine Wendungen einzubauen und alles auf den Kopf zu stellen.