Exodus – der weite Weg (Doku) (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 24. Mai 2018 um 18:00 Uhr
  • Fr, 25. Mai 2018 – So, 27. Mai 2018 um 19:00 Uhr
  • Di, 29. Mai 2018 – Mi, 30. Mai 2018 um 19:00 Uhr
  • Do, 31. Mai 2018 um 17:00 Uhr

Am Donnerstag, 25. Mai um 19h mit Gästen und Gespräch. Weitere Spieltermine im regulären Programm. Regulärer Eintritt.

In Kooperation mit dem Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V. (NeMo) zeigen wir die Doku Exodus – der weite Weg. Im Anschluss an die Vorstellung wird über Flucht, Ankommen und Alltag diskutiert mit: Regisseur Hank Levine, Nizar Raja, einem der Protagonisten des Films, Elaine Yousef vom Projekt samo.fa (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in Flüchtlingsarbeit) vom Bundesverband NeMO e.V. und Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates Dortmund. Moderation: Peter Bandermann, Redakteur & Journalist (Ruhr Nachrichten).

Sieben Menschen, sieben Wege, sieben Schicksale

70 Millionen Menschen sind zurzeit auf der Flucht – weltweit. Der von o2Films (BRA) und HankLevineFilm unter Beteiligung von WDR und rbb produzierte Film „Exodus. Der weite Weg“ erzählt die Geschichten von sieben Menschen hinter dieser Statistik. Zwei Jahre lang und über vier Kontinente hinweg hat der deutsch-brasilianische Regisseur Hank Levine seine Protagonist*innen auf ihren Wegen begleitet: Manche sind noch heute auf der Reise, andere leben ein Transitleben im Lager und einige sind inzwischen in für sie unbekannten Ländern angekommen – oder nach Jahren in eine völlig veränderte Heimat zurückgekehrt.

Filminfos

Napuli, Nizar und Bruno, Lahpai und Tercha, Dana und Yasmin sind auf der Flucht. Wie sie sind viele Millionen andere Menschen weltweit aus den unterschiedlichsten Gründen gezwungen ihre Heimat zu verlassen. Jede Minute kommen zahlreiche weitere hinzu. Sie bilden einen globalen Menschenstrom, von dem wir längst ein Teil geworden sind: die einen fliehen, die anderen grenzen sich ab.

„Exodus – Der weite Weg“ beschreibt die globale Dimension des Flüchtlings- und Migration Themas durch die Perspektiven der porträtierten Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von zwei Jahren. Sie alle sind auf der Flucht, in verschiedenen Stadien: die einen sind noch unterwegs, kommen nicht zur Ruhe, die anderen sind aufgenommen im Lager oder Heim als transitorischem Ort, oder schon angekommen in einem unbekannten Land.

Die anderen kehren nach Jahrzehnten zurück in ihre ehemalige Heimat, die nicht mehr dieselbe ist. Wir erleben die ungeheuren Fähigkeiten von Menschen in Ausnahmesituationen und erkennen ihre Kraft, ihren Mut, ihre Leidenschaft, die sie einsetzen, um ihrem Schicksal zu begegnen.

Menschen fliehen nicht nur vor Armut, Verfolgung, Terror und Krieg, sondern sie sind auch an vermeintlich sicheren Orten Diskriminierung, Gewalt, und der Willkür von Verwaltungen und Behörden ausgesetzt. Auch deshalb entsteht selbst im täglichen Überlebenskampf so etwas wie Normalität und Alltag und es bilden sich Schicksalsgemeinschaften. In ihren extremen Lebenssituation zeigen sich wie in einem Brennglas zutiefst menschliche Bedürfnisse: die Sehnsucht nach einem Selbstbestimmten Leben, und nach so etwas wie Heimat als sozialem Ort, als Bestandteil der eigenen Geschichte. Unsere Protagonisten und Protagonistinnenkämpfen um das Recht auf eine menschenwürdige Zukunft, die zunehmend schwieriger erreichbar ist.

Geschichten, die bewegen und auch von Schicksalen erzählen, die in Vergessenheit geraten sind und von der internationalen Gemeinschaft ignoriert werden, und das trotz permanenter Menschenrechtsverletzungen und jahrzehntelangem Ausharren in Flüchtlingscamps.