femmes totales: Hitzewelle (OmU) + Filmeinführung am 19. März (Bundesstart)

  • Thriller
  • FR / GR 2015
  • Französisch / Englisch / Arabisch mit deutschen Untertiteln
  • Regie: Joyce A. Nashawati
  • 99 Min
  • FSK: ab 12 Jahren
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Di, 14. Februar 2017 um 19:00 Uhr
  • So, 19. März 2017 um 17:00 Uhr

Regulärer Eintritt pro Film: 7 Euro / 6 Euro ermäßigt

„Femmes Totales – Filme von Frauen“ wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Was Kino sein kann“ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen. Denn Kino von Frauen kann spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam sein – es kann eben alles sein, wie Kino von Männern auch.

Leider schaffen es aber immer noch viel zu wenige Filme von Filmemacherinnen ins Kino. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Förderstrukturen, Vorurteilen bis hin zur Annahme, dass weibliche Regisseure nicht mit Millionenbudgets umgehen könnten. Auch das Klischee, dass Frauen keine Thriller oder Actionfilme machen könnten hält sich hartnäckig.

Dass all diese Vorurteile jedoch Unsinn sind, beweisen nicht nur Hollywoodgrößen wie Kathryn Bigelow, auch wir möchten mit dieser kleinen Auswahl an Filmen zeigen, wie vielfältig das Kino von Frauen ist!

Für alle Filme dieser Reihe ist es der deutsche Kinostart, nachdem sie auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet worden sind und wir freuen uns darauf mit Euch zusammen mehr Filme von Frauen ins Kino zu bringen.


femmes totales - filme von frauenFemmes Totales-Programm im sweetSixteen-Kino

12. Februar, 17h: Geschichten aus Teheran von Rakshhan Bani-Etemad
14. Februar, 19h: Hitzewelle von Joyce A. Nashawati
19. Februar, 17h: Girls Don’t Fly-Träume vom Fliegen von Monika Grassl
21. Februar, 19h: Null Motivation von Talya Lavie
5. März: Yulas Welt von Hanna Polak
8. März: Geschichten aus Teheran von Rakhshan Bani-Etemad mit Filmeinführung von Silke Räbinger (Leiterin des Int. Frauenfilmfestivals Dortmund, Köln)
19. März: Hitzewelle von Joyce A. Nashawati mit Filmeinführung von Iris Witt (Geschäftsführerin der Heinrich Böll Stiftung NRW)
21. März: Girls Don’t Fly-Träume vom Fliegen von Monika Grassl mit Filmeinführung von Silke Räbinger (Leiterin des Int. Frauenfilmfestivals Dortmund, Köln)
24. März: Null Motivation von Talya Lavie
26. März: Yulas Welt von Hanna Polak


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Hitzewelle (Blind Sun)

Griechenland in der nahen Zukunft: Die Hitze ist kaum auszuhalten. Wasser ist eine äußerst kostbare Ressource und längst privatisiert. Ashraf, ein arabischer Migrant, hält sich mit einer Aufenthaltsgenehmigung im Land auf. Er soll Villa und Swimmingpool einer reichen französischen Familie bewachen. Doch die Stimmung ist angespannt. Überall schlägt ihm eine Atmosphäre des Mißtrauens entgegen, Gewalt und Aggression liegen in der Luft. Auch die abgeschiedene Villa scheint kein sicherer Rückzugsort zu sein. Ashraf fühlt sich beobachtet. Die Bilder und Schatten vor seinen Augen verschwimmen in der Hitze und sein Unbehagen wächst mit jedem Grad, um das die Temperatur steigt. Bald muss er sich fragen, ob die unnachgiebige Hitze tatsächlich die einzige Bedrohung für ihn ist.

Joyce Nashawati setzt sich in ihrem mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichneten Mystery-Thriller mit beständig an Relevanz gewinnenden Fragestellungen wie Migration, Fremdenfeindlichkeit und Ressourcenknappheit auseinander. Ihr außergewöhnlicher Film ist mehr als ein gekonnt inszenierter Genrefilm. Er erzeugt ein packendes und immens spannendes Klima der Bedrohung, das vor allem deshalb so viel Unbehagen erzeugt, weil es realistischer ist, als wir wahrhaben wollen.

Die Regisseurin Joyce A. Nashawati wuchs zwischen Beirut, Accra, Kuwait und Athen auf. Sie studierte Film in England und Paris. Ihre Kurzfilme THE UMBRELLA (2008), THE BITE (2010) und ON LEAVE (2013) wurden auf zahlreichen Festival weltweit gezeigt. HITZEWELLE ist ihr erster Spielfilm.

Thriller, Frankreich/Griechenland 2015, 99 Min, Französisch / Englisch / Arabisch mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 12 Jahren, Regie & Drehbuch: Joyce A. Nashawati