Kindheit (Auch als Sondervorstellung möglich) (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 19. April 2018 – So, 22. April 2018 um 17:00 Uhr
  • Di, 24. April 2018 – Mi, 25. April 2018 um 17:00 Uhr

Dieser Film kann auch für Sonderveranstaltungen gebucht werden!

Dokumentation über die Frage, wann Kinder in die Schule kommen sollten. Regisseurin Margreth Olin beobachtet dafür eine Gruppe von ein- bis siebenjährigen Kindern, die eine abgelegene Vorschule in einem Vorort von Oslo besuchen. Die Erzieherinnen und Erzieher greifen nicht aktiv in die Entwicklung der Kinder ein, sondern lassen diese sich selbst entfalten und nach Herzenslust in den Wäldern herumtollen. Von dieser Hands-Off-Methode erwarten sie als Endprodukt entspanntere und gefestigtere Erwachsene, die viel seltener von psychischen Krankheiten wie Depression oder Burn-Out heimgesucht werden, in erster Linie aber auch einfach glücklichere Kinder. Die Filmemacher argumentieren aktiv für diese Erziehung, bei der die Kleinen nicht ausgebildet, sondern größtenteils in Frieden gelassen werden.

Ein idyllischer Ort mitten im Wald – Lebenswelt einer Gemeinschaft von Kindern. Kurz vermittelt sich sogar der Eindruck, dass sie hier ganz auf sich gestellt sind. Doch das Gelände gehört zu einem Kindergarten, der ganz ohne verquere Vorstellungen von frühkindlicher Bildung auskommt. Es gilt das Prinzip, dass Kinder von ganz allein lernen. Mit allem, was der Wald hergibt, werden Fantasiefiguren gebaut, Steckenpferde geschnitzt, ganze Küchen eingerichtet. Sie haben keine andere Aufgabe, als zu spielen – mit den anderen und mit der Natur. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.

Die Kinder vor Margreth Olins Kamera sind zwischen einem und sieben Jahren alt. Sie spielen, basteln, feiern Geburtstag, tragen ihre Konflikte aus – immer liebevoll begleitet von den Erzieherinnen und Erziehern, die eben gerade nicht erziehen, sondern den Kindern stattdessen erlauben, sich zu entfalten. KINDHEIT dokumentiert einen Blick auf Kinder und einen Umgang mit ihnen, der selbstverständlich sein könnte, inzwischen aber als Ausnahme auffällt. Kompetenzerwerb und Schulwissen sind bereits in den meisten Kindergärten Thema. KINDHEIT zeigt dagegen einen Ort, an dem die Kinder von den Erwachsenen so weit wie möglich in Frieden gelassen werden. Was es bedeutet zu wachsen, lernt man hier in den Wäldern. Ein stiller Protest sei ihr Film, sagt Margreth Olin. Still vielleicht, aber äußerst wirksam. Man sieht Erziehungsinstitutionen danach mit anderen Augen.