Vorführungen:

  • Sa, 8. September 2018 – So, 9. September 2018 um 15:00 Uhr
  • So, 16. September 2018 um 15:00 Uhr

Als die Tante des siebenjährigen Leon stirbt, vermacht sie ihm ihre umfangreiche Bibliothek, aus dem sie ihm immer vorgelesen hat. Eine schöne Geste sicher, denn geliebt hat der Junge die Geschichten vom ganzen Herzen. Wirklich etwas anfangen kann er mit dem Erbstück jedoch nicht, denn zum Kummer seiner Familie hat er bis heute nicht gelernt zu lesen. Nichtsahnend, dass es sich dabei um magische Bücher handelt, in denen die Märchenfiguren aus aller Welt leben, lässt sich Leon darauf ein, die Werke zu verkaufen. Als er seinen Irrtum bemerkt, ist es bereits zu spät. Und so macht er sich mit einigen der berühmten Charaktere auf den Weg, das Unglück zu verhindern. Aber das ist gar nicht so einfach, denn die böse Hexe Carabosse hat ihn in einen Winzling verzaubert.

Ein Zeichentrickfilm, der Kinder zum Lesen von Büchern animieren will? Das ist gleich doppelt altmodisch, schließlich ist für beides in der heutigen Welt kaum ein Platz mehr. Aber genau das verleiht Leon und die magischen Worte einen ganz eigenen Charme: Der französisch-italienische Film nimmt einen mit in ein vergessenes Reich der Fantasie, das noch immer eine Menge bezaubernder Geschichten zu erzählen hat – wenn man es denn lässt. Wertvolle Erstausgaben berühmter literarischer Werke sind es, die in der Bibliothek da schlummern, weshalb sie zum Zankapfel werden zwischen Leon und seinen magischen Freunden auf der einen Seite, einem habgierigen Krämer auf der anderen. Doch es ist eben nicht das Papier, die Zeichnungen oder das Alter, die den Wert eines Buches bestimmen – so die Moral des Films –, sondern das, was man daraus macht.

„Mit viel Witz und reizvollen Einfällen bietet Leons Abenteuer zur Rettung der Bücher nicht nur spannende Momente, sondern auch moralische Hinweise auf den Erhalt von Werten, der Bewahrung der Kultur des Lesens.“ (aus der FBW-Begründung)