• Drama / Liebesfilm
  • SP / FR / IT 2004
  • Regie: Alejandro Amenábar
  • 125 Min
  • FBW Prädikat besonders wertvoll,
  • FSK: ab 12 Jahren
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • So, 18. November 2018 um 17:00 Uhr

Mehr Licht – Eine Filmreihe, zum Thema 70 Jahre Menschenrechte
Humanismus – Leben im Diesseits.
Miteinander. Füreinander.

Anlässlich des Humanistischen Feiertags zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2018
zeigt der Humanistische Verband Deutschland (HVD) ab November 2018 drei Kinofilme im sweetSixteen-Kino – jeweils mit Einführung und anschließender Diskussion.

Eintritt je Vorstellung: 3 Euro.

Alle meinen sie zu kennen, alle reden über sie. Am 10.12.1948, also vor 70 Jahren, wurde die allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der UNO-Vollversammlung verabschiedet. Was bedeuten sie eigentlich im wirklichen Leben?

Die Gemeinschaft Dortmund-Ruhr-Lippe des Humanistischen Verbandes veranstaltet anlässlich des siebzigsten Jubiläums eine Filmreihe, bei der Menschenrechte auch mit Sinnen wahrgenommen werden können. Der 10. Dezember, der Tag der Menschenrechte, ist für uns Humanistinnen und Humanisten ein Feiertag. Das 70-jährige Jubiläum nehmen wir zum Anlass, diesen so wichtigen Tag mit Ihnen zu feiern mit einer Folge von drei Filmen an drei Sonntagen, im Rahmen der Reihe „Mehr Licht – Humanismus und Film“. Zu allen Filmen gibt es eine Einführung und eine anschließende Diskussion.

Die Idee, dass grundlegende Menschenrechte niemandem vorenthalten werden können, ist eng mit dem Humanismus und dem Zeitalter der Aufklärung verbunden. Konkret formuliert wurde der Begriff „Menschenrecht“ 1791 durch Thomas Paine. Schon vor der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776 hatte dieser sich für die Abschaffung der Sklaverei eingesetzt. Seine Schrift „Common Sence“ beeinflusste entscheidend die von Thomas Jefferson verfasste Unabhängigkeitserklärung.

Die drei Grundrechte aus deren Präambel haben wir zum lockeren Rahmen für unsere Filmreihe gewählt: Das Recht auf Leben, auf Freiheit und das Streben nach Glück. Zu jedem Film wir es eine kleine Einführung geben und eine anschließende Diskussion. Wir freuen uns also mit Ihnen auf die folgenden drei Filme und auf hoffentlich lebhafte, vielleicht ja auch kontroverse Gespräche.

Über den HVD
Der HVD ist eine humanistische Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik sowie eine Kultur- und Interessensorganisation von säkularen Humanisten und Humanistinnen in Deutschland. Der Verband ist überparteilich, föderalistisch und demokratisch organisiert. Er bietet Kultur- und Bildungsangebote sowie soziale Unterstützung und Beratung an. Der Verband fördert Humanismus und Humanität auf weltlicher Grundlage. Übernatürliche Mächte, Götter und Wesenheiten spielen bei uns keine Rolle. Wir führen ein freies Leben, hinterfragen jegliche Autorität kritisch und streiten für eine offene Gesellschaft mit universell gültigen Menschenrechten. Wir setzen uns für Bildung, Chancengleichheit und Emanzipation eines jeden Individuums ein. Unser Humanismus basiert auf der Überzeugung, dass Menschen ein selbstbestimmtes und verantwortliches Leben führen und einfordern können.

Die Filme auf einen Blick:

Sonntag, 18.11.18, 17:00 Uhr
Das Meer in mir
Spanien, Frankreich, Italien 2004 – 125 Min.

Sonntag, 25.11.18, 17:00 Uhr
Die Verlegerin
USA 2017 – 117 Min.

Sonntag, 02.12.18, 17:00 Uhr
Angels‘ Share – Ein Schluck für die Engel
Großbritannien, Frankreich, Belgien, Italien 2012 – 101 Min.


Filmprogramm


 

Punkt 1. Das Recht auf Leben

Das Meer in mir

Sonntag, 18. November | 17:00 Uhr

Ergibt sich aus dem Recht auf Leben eine Pflicht zum Leben? Dieser Frage widmet sich Regisseurs Alejandro Amenábar in seinem Film nach einer wahren Geschichte. Javier Bardem in der Hauptrolle spielt den vollständig gelähmten ehemaligen Seemann Ramón, der 1968 im Alter von 25 Jahren einen Badeunfall erlitt und über viele Jahre für sein Recht stritt, das Ende seines Lebens selbst zu bestimmen, und Hilfe bei seinem Ableben zu erhalten. Ein Recht, das auch heutzutage noch von vielen, insbesondere religiösen, konservativen Kreisen bestritten wird.

Der Film erhielt diverse internationale Preise, unter anderem einen Oscar, einen Silbernen Löwen und 2 Europäische Filmpreise.

(Melodram, SP / FR / IT 2004, 125 min, FSK: ab 12 Jahren, Regie; FBW Prädikat besonders wertvoll, Regie: Alejandro Amenábar)


 

Punkt 2. Das Recht auf Freiheit

Die Verlegerin

Sonntag, 25. November | 17:00 Uhr

Nach dem Wahlkampf und Amtsantritt von Donald Trump fand Regisseur Steven Spielberg in der Geschichte der sogenannten Pentagon Papers, und deren Veröffentlichung in der damals noch recht unbekannten Washington Post seine Antwort auf die unheilvolle Entwicklung in den Vereinigten Staaten.

Mit aller Macht und allen juristischen Mitteln hatte Präsident Nixen versucht, die Veröffentlichung zu verhindern, überzog die von Meryl Streep gespielte Herausgeberin Kay Graham und deren Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) mit Klagen und ließ den Whistleblower Daniel Ellsberg gnadenlos verfolgen. Am Ende unterlagen Nixen und die Seinen schließlich vor dem Obersten Gerichtshof.

Dieser Meilenstein bei der Verteidigung der Pressefreiheit ruft die Frage auf, wie die Angelegenheit heute wohl ausgehen würde.

(Drama, USA 2017, 117 min, FSK: ab 6 Jahren, FBW Prädikat besonders wertvoll, Regie: Steven Spielberg)


 

Punkt 3. Das Streben nach Glück

Angels‘ Share – Ein Schluck für die Engel

Sonntag, 02. Dezember | 17:00 Uhr

Nach zwei eher dramatischen Filmen schließen wir unsere Reihe mit einer überbordenden Komödie über „Freundschaft und Whisky“ vom britischen Altmeister des Sozialdramas Ken Loach ab.

Zunächst scheint es im schottischen Glasgow für den verurteilten Jugendstraftäter Robbie kaum eine Chance auf ein bisschen Glück zusammen mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Baby zu geben, wäre da nicht Harry, der gutherzige Leiter der Einrichtung, in der Robbie Sozialstunden ableisten muss. Er steht ihm bei, als die Verwandten seiner Freundin ihn verprügeln, damit dieser sich von ihr und dem Baby fernhält. Und er führt ihn ein in die Welt des Whiskys, der ihm, seiner Freundin und dem Baby schlussendlich (durch einen „letzten Coup“) zu einer Zukunft verhelfen soll.

Bis in die Nebenrollen hervorragend besetzter Film der u. a. in Cannes den Preis der Jury gewann.

(Drama, GB / FR / BE / IT 2012, 101 min, Regie: Ken Loach)