Playing God (Doku) (Bundesstart)

Vorführungen:

  • Do, 8. Februar 2018 – So, 11. Februar 2018 um 17:00 Uhr
  • Mo, 12. Februar 2018 um 17:00 Uhr
  • Mi, 14. Februar 2018 um 17:00 Uhr

Warum ist das Leben eines Feuerwehrmanns, der am 11. September als Held in den Twin Towers ums Leben kam, etwa eine Million Euro weniger wert als das eines Börsenmaklers? Wie viel Geld sollte der Ölmulti BP den Fischern und ihren Familien bezahlen, die als Folge der größten Ölkatastrophe der Geschichte um ihre Existenz kämpfen? Fragen, die eigentlich unbeantwortbar und fast zynisch scheinen. Nicht für Amerikas berühmtesten Entschädigungsspezialisten: Anwalt und Mediator Ken Feinberg. „Playing God“ zeigt mehr als nur die Geschichte eines bisweilen allmächtig wirkenden, aber immer scharfsinnigen, charismatischen Akteurs: Was passiert innerhalb unserer westlichen Wertesysteme, wenn Wirtschaftsinteressen und persönliche Schicksale durch Tragödien ineinander greifen? Ein tiefer Einblick in die Seele der amerikanischen Gesellschaft und eine Frage an unser aller Wertesystem.

Überlebende und Hinterbliebene stehen vor der emotionalen Last einer Tragödie, in die sie ohne eigene Schuld geraten sind. Und weil Feinberg das Gesicht des jeweiligen Fonds ist, richten sich auch die Aggressionen der Geschädigten sehr oft gegen ihn persönlich. Als Ausgleich zu seiner Arbeit hört Feinberg Opern bei voller Lautstärke: in einem schalldichten Raum in seiner Villa kann er zwischen 9000 Opernaufnahmen wählen.Wer ist dieser Mann, der zugleich als moderner „King Solomon“ und kühler „Pay Czar“ betitelt wird? Was erzählen uns die unterschiedlichen Fälle, die Opfer, seine Befürworter und Gegner?
Ein tiefer Einblick in die Seele der amerikanischen Gesellschaft und eine Frage an unser aller Wertesystem.