Sacco und Vanzetti (Doku) in Kooperation mit Black Pigeon (Wiederaufführung)

  • Doku
  • USA 2006
  • Dokus zeigen wir immer in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln und/oder Voice-Over
  • Regie: Peter Miller
  • 81 Min
  • FSK nicht bekannt
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Mo, 25. September 2017 um 19:00 Uhr

Kooperationsveranstaltung mit dem Black Pigeon
Regulärer Eintritt

„Sacco et Vanzetti“ geht auf die historisch verbürgte Geschichte zweier italienischer Einwanderer zurück, die sich in den USA der anarchistischen Arbeiterbewegung angeschlossen haben. Sie wurden 1927 hingerichtet, obwohl ihre angebliche Schuld an einem Raubmord nicht hinreichend belegt werden konnte.

Die Polizei in den USA geht nach dem Ersten Weltkrieg gegen linke Gruppierungen vor, weil die Angst vor einem kommunistischen Umsturz groß ist. So kommt es, dass sich auch Nicola Sacco (Riccardo Cucciolla) und Bartolomeo Vanzetti (Gian Maria Volonté) in Polizeigewahrsam wiederfinden. Dabei werden bei ihnen Waffen sichergestellt, die als Indizien in einem Mordprozess Verwendung finden. Sacco und Vanzetti werden angeklagt, obgleich sie ihre Unschuld beteuern. Staatsanwalt Katzmann (Cyril Cusack) lädt diverse Zeugen, die angeblich gesehen haben, wie das Arbeiter-Duo den Raub begangen hat – und den Gegenzeugen wird mit Verweis auf ihren Einwanderstatus die Glaubwürdigkeit genommen.

Presse

Packender Dokumentarfilm über das Leben und Sterben der US-amerikanischen Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die nach einem von politischen und rassistischen Vorurteilen geprägten Prozess 1927 wegen Raubmords hingerichtet wurden. Filmdienst

Millers Dokumentarfilm besticht nicht in erster Linie durch filmische Besonderheiten oder neue Enthüllungen, sondern durch die akribische Aufarbeitung eines Justizskandals. Die schlichten Fakten machen den Fall – und den Film – so beklemmend. (Vier von fünf Punkten). tip berlin

»Sacco und Vanzetti« wurde 2006 gedreht, zeitnah zum 80. Jahrestag ihrer Hinrichtung, die sich in dieser Woche zum 90. Mal jährt. Der Film hat an Aktualität nichts verloren. Neues Deutschland