Vorführungen:

  • Do, 25. Mai 2017 – So, 28. Mai 2017 um 17:00 Uhr
  • Sa, 27. Mai 2017 – So, 28. Mai 2017 um 15:00 Uhr
  • Di, 30. Mai 2017 – Mi, 31. Mai 2017 um 17:00 Uhr
  • Sa, 3. Juni 2017 – So, 4. Juni 2017 um 15:00 Uhr

Aus der FBW-Jurybegründung:

Das Leben des jungen Conor ist alles andere als sorglos: Seine Mutter ist ständig krank, er muss deshalb bei seiner unnahbaren Großmutter wohnen, und in der Schule verprügeln ihn die großen Jungs. Kein Wunder, dass er jede Nacht Albträume bekommt. Doch dann wird alles anders: Als er wieder einmal schweißgebadet – um punkt sieben Minuten nach Mitternacht – aufwacht, hat sich der alte Baum vor seinem Fenster in ein riesiges Monster verwandelt und spricht zu ihm. Ist das noch der Traum – oder ist es Realität? Das Monster beginnt, ihm Geschichten zu erzählen. Fortan kommt sein ungewöhnlicher Freund jede Nacht und seine Erzählungen führen Conor auf den Weg zu einer überwältigenden Wahrheit.

Juan Antonio Bayona hat mit SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT ein bildgewaltiges und tief berührendes Fantasymärchen geschaffen, das auf der gleichnamigen Romanvorlage von Patrick Ness basiert. Die fantastischen Bilder voller kreativer Einfälle lassen den Zuschauer in die Fantasiewelt eines heranwachsenden Jungen eintauchen, der mit existenziellen Problemen kämpfen muss. Lewis MacDougall ist als Conor eine absolute Entdeckung. Verschlossen und unnahbar wirkt sein Gesicht. Doch die große Verletzlichkeit einer kindlichen Seele ist in seinem Blick und in seinem Verhalten spürbar, wenn er sich verzweifelt und kämpferisch gegen das unausweichliche Schicksal stellt. Dann führt er pointiert geschriebene Rededuelle mit dem Monster, der als Figur großartig animiert ist und durch die Erzählungen und Unterhaltungen mit Conor fast „lebendig“ wirkt. Die Geschichten des Monsters sind meisterlich in Szene gesetzt und erwecken ein fast schon nostalgisch anmutendes Gefühl einer fremden und faszinierenden Märchenwelt. Dazu gesellen sich weise Botschaften, die auch für ein jüngeres Publikum identifikationsstiftend und gut nachvollziehbar sind. Themen wie der Umgang mit Trauer, Abschied und dem Loslassen einer geliebten Person werden sensibel behandelt und konsequent aus der Sicht eines heranwachsenden Kindes erzählt. Doch auch die Gefühle der anderen Figuren, die von einem gut ausgewählten Cast, u.a. Sigourney Weaver und Felicity Jones, überzeugend gespielt werden, sind stets nachvollziehbar und wahrhaftig. Sämtliche Gewerke beeindrucken, von der fantastischen Kamera über dynamische Montage, die perfekte Ausstattung, bis hin zum stimmungsvollen Score, der die aufgewühlten Gefühle von Conor, seine Trauer und seine Wut, wiederspiegelt und dennoch auch die stillen Momente wunderbar einfängt. SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT ist ein bezauberndes und bewegendes Kinoabenteuer. Eine filmische Reise in das Reich der kindlichen Fantasie. Weitere Infos: FBW-Jurybegründung