Überflieger: Kleine Vögel – großes Geklapper

  • Animationsfilm
  • DE/B/L/NW/USA 2017
  • Regie: Toby Genkel, Reza Memari
  • 80 Min
  • ab 0 Jahren
  • offizielle Filmseite

Vorführungen:

  • Sa, 12. Mai 2018 – So, 13. Mai 2018 um 15:00 Uhr

Mit rasanten Flugaufnahmen eines frechen Spatzes, der in der Stadt auf Nahrungssuche geht, beginnt dieser Film. Dieser Spatz ist noch nicht der Held der Geschichte, sondern dessen werdender Vater. Denn noch bevor unser Held, der Richard heißen wird, aus seinem Ei geschlüpft ist, wird er zum Waisenkind.  Als Richard endlich schlüpft, ist er jedoch nicht allein: Eine Storchenfamilie hat ihn unter ihre Fittiche genommen, die Mutter Aurora kümmert sich rührend um ihn, mit Max hat er gleich einen Bruder, nur der Vater Claudius ist nicht gerade begeistert – als Anführer des Schwarms muss er das große Ganze im Auge behalten.

Doch dann nähert sich der Herbst und damit der Abflug nach Afrika. Für Richard schlägt die Stunde der Wahrheit: Seine Pflegeeltern versuchen, ihm klarzumachen, dass er eben kein Storch und deshalb der weiten Reise nicht gewachsen ist. In der Nacht macht sich der Schwarm auf den Weg, und Richard findet sich am nächsten Morgen alleingelassen im Nest wieder. Für ihn heißt das, dass er sich nun auf eigene Faust auf den Weg machen wird. Natürlich findet er schnell Gefährten, denn wie andere Kinder- und Animationsfilme hat auch dieser die Botschaft: Mit anderen gemeinsam schaffst du es. Richard trifft zunächst eine hilfsbereite Zwergeule namens Olga und später den ebenso bunten wie egomanischen Wellensittich Kiki, einen Sänger mit mehr Leidenschaft als Talent, der davon träumt, beim Schlagerfestival von Sanremo aufzutreten.

Ein Animationsspaß für die ganze Familie versucht Kindern auf spielerische Weise den Unterschied zwischen Übermut und Selbstvertrauen beizubringen. Filmemacher Reza Memari, der bereits als Cutter an dem Animationsabenteuer zeichnet sich für das Drehbuch, die Regie und den Schnitt des Animationsfilms verantwortlich. Der Zuschauer begleitet Richard und seine sympathisch-durchgeknallten Freunde um die Welt, durch Stürme, auf hohe See und zwischen die Menschen. Überall erklärt man ihr Vorhaben für unmöglich – doch der Zusammenhalt der Clique und Richards Motivation, bei seiner Familie zu bleiben, ist stärker.